Seit über 100 Jahren
Gut Wohnen.

WBG-Gutheim-Häkchen (Gestaltungselement)Das ist unsere Geschichte.

Seit der Gründung im Jahr 1921 hat die WBG „Gut Heim“ eG die Wohnlandschaft in Erfurt nachhaltig geprägt. Vom ersten Bauprojekt in der Häßlerstraße über den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zu umfangreichen Modernisierungen in den 1990er und 2000er Jahren: Die Genossenschaft stand stets für sicheres, modernes und bezahlbares Wohnen.

Heute setzt sie die Tradition fort – mit zukunftsorientierten Projekten, barrierearmen Wohnungen und nachhaltigen Modernisierungen in allen Wohngebieten.

Die 2000er Jahre bis heute

Seit den frühen 2000er Jahren wurden zahlreiche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählen unter anderem die Modernisierung des Wohnblocks in der Pößnecker Straße, die Sanierung des Gebäudes in der Häßlerstraße 61 sowie umfangreiche Maßnahmen im Wohngebiet Biereye-, Pestalozzi- und Reinthalerstraße. Diese wurden zwischen 2003 und 2013 durch Darlehen in Höhe von insgesamt 962 T€ finanziert.

Im Jahr 2006 wurde die Genossenschaft infolge der Neuordnung der Gerichtsbarkeit beim Amtsgericht Jena unter der Nummer GnR 100181 neu geführt. In den folgenden Jahren erfolgten weitere Sanierungen, unter anderem im Muldenweg, in der Häßlerstraße/Hirnzigenweg, im Lohweg, Paulinzeller Weg und Stadtweg.

Weitere Schwerpunkte lagen auf dem Umbau einer ehemaligen Schule zu 25 barrierearmen Wohnungen, der Umgestaltung der Außenanlagen in der Pößnecker Straße sowie der Sanierung und dem Umbau der Gebäude in der Geraer Straße und im Lohweg. Dabei standen Maßnahmen zur Barrierearmut, Energieversorgung und die Erweiterung durch Balkone im Fokus.

Die 1990er Jahre

Am 28. September 1991 beschloss die Generalversammlung eine neue Satzung und wählte den Namen Wohnungsbaugenossenschaft „Gut Heim“ eG. Die Eintragung erfolgte beim Kreisgericht Erfurt unter der Nummer GnR 181.

Ab 1991 wurden die Wohngebäude in mehreren Bauabschnitten saniert. In den Jahren 1993 bis 1996 fanden umfassende Modernisierungsmaßnahmen in allen Wohngebieten statt, darunter der Einbau neuer Fenster und Gasetagenheizungen. Zur Finanzierung wurden Darlehen in Höhe von insgesamt 11,3 Mio. DM aufgenommen.

Zwischen 1995 und 1999 erfolgte zudem die Teilsanierung des Objektes in der Geraer Straße.

1960er bis 1980er Jahre

1960/1961 entstanden im Daberstedter Feld (Pößnecker Straße und Geraer Straße) zwei Wohnblöcke mit insgesamt 64 Wohnungen in acht Häusern.

Bis 1980er Jahren stagnierte der weitere Wohnungsbau jedoch aus wirtschaftlichen Gründen und aufgrund fehlender finanzieller Mittel.

1950er Jahre

In den Jahren 1950 bis 1951 erhöhte sich der Wohnungsbestand durch den Ausbau von Dachgeschossen auf insgesamt 348 Wohnungen.

Am 30. September 1957 trat die Verordnung über die Umbildung gemeinnütziger und sonstiger Wohnungsgenossenschaften in Kraft. In diesem Zusammenhang erfolgte die Umbenennung in Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft „Gut Heim“ sowie die Eintragung in das Genossenschaftsregister beim Rat der Stadt Erfurt unter der Nummer 2.

In den Jahren 1957 und 1958 wurden sieben Dachgeschosswohnungen in der Reinthalerstraße 7–11 sowie in der Pestalozzistraße 6 ausgebaut. Im August 1958 erfolgte der erste Spatenstich für fünf Häuser mit 36 Wohnungen im Lohweg.

Die 1930er Jahre und der Zweite Weltkriege

Im Jahr 1930 erwarb die Genossenschaft 4.370 m² Baugelände im Bereich der Biereye- und Pestalozzistraße. Im selben Jahr begann dort die Bautätigkeit, die 1931 abgeschlossen wurde.

1931 wurden zudem die Häuser im Stadtweg gekauft. 1934 folgte der Erwerb des Hauses Hirnzigenweg 37, dem einzigen Gebäude auf Erbpacht.

Bis 1936 wuchs der Wohnungsbestand durch Neubau und Ankauf auf 60 Häuser mit 327 Wohnungen sowie ein Wirtschaftsgebäude mit Wasch- und Badeanlage und zwei Wohnungen.

Während des Zweiten Weltkrieges kam die Bautätigkeit vollständig zum Erliegen. Durch Bombenangriffe wurden die Wohnviertel in der Biereye-, Pestalozzi- und Reinthalerstraße stark beschädigt.

Die Beseitigung der Kriegsschäden erfolgte durch den Einsatz der Genossenschaftsmitglieder sowie durch erhebliche finanzielle Mittel.

Die 1920er Jahre

Am 8. April 1921 beschlossen 102 Bürger die Gründung einer Genossenschaft. Am 3. Mai 1921 wurde die Satzung der neu gegründeten Genossenschaft verabschiedet. Die Eintragung in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Erfurt erfolgte am 6. Mai 1921 unter der Nummer GnR 96.

Am 20. Februar 1925 wurde die Genossenschaft in Gemeinnützige Baugenossenschaft „Gut Heim“ des Erfurter Mietervereins e.V. umbenannt. Am 27. September 1925 erfolgte der Grundstein für die erste Baumaßnahme, nachdem die Inflation ab 1922 den geplanten Wohnungsbau verzögert hatte.

In den Jahren 1926 und 1927 erfolgte der Erstbezug von 29 Wohnungen in acht Häusern in der Häßlerstraße 47–59 sowie im Hirnzigenweg 38. Zusätzlich wurden 1927 vierzehn Häuser mit 91 Wohnungen im heutigen Wohnviertel Reinthaler- und Pestalozzistraße erworben. Am 30. April 1927 erfolgte eine erneute Umbenennung in Gemeinnützige Baugenossenschaft „Gut Heim“.

Im Jahr 1929 wurden 7.303 m² Grund und Boden zur Ablösung der Erbbaurechte im Bereich Hirnzigenweg/Häßlerstraße sowie weitere 9.090 m² Baugelände in der Melchendorfer Flur erworben.